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Das Boutique-Hotel Friesinger in Kressbronn
Das Boutique-Hotel Friesinger in Kressbronn
Dominique und Eric Essink
Dominique & Eric Essink
Penthouse
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Eric Essink
Eric Essink
Wohnbeispiel
Wohnbeispiel
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Familiäres Domizil am Bodensee

Atmosphäre gefällt: Im Boutique-Hotel Friesinger in Kressbronn fühlen sich Gäste wie in einer großbürgerlichen Wohnung

KRESSBRONN Das nennt man Liebe auf den ersten Blick: Dominique und Erik Essink standen Ende Januar 2010 vor der alten Stadtvilla in Kressbronn am Bodensee. Das Anwesen stand zum Verkauf. Für das Gastronomenpaar stand fest: Das wird unser kleines Hotel und Restaurant. Neun Monate später feierten sie die Eröffnung des Boutique-Hotels Friesinger und Restaurant Meersalz.

In Kressbronn und Langenargen sind Dominique und Erik Essink keine Unbekannten: Acht Jahre lang führten die aus Langenargen stammende Betriebswirtin und der in Holland geborene Küchenchef das Landhaus Malereck im Langenargener Yachthafen und sicherten sich so einen festen Platz in der gehobenen Gastronomie. Der Nachteil: Das Malereck war zwar eine Traum-Location, aber mit seiner großen Terrasse abhängig vom Wetter und der Saison und zudem sehr personalintensiv zu bewirtschaften.

Eigene Ideen verwirklicht

Ende November 2009 teilten sie ihren einstigen Stammgästen mit, dass sie das Malereck verlassen würden, um eine Auszeit zu nehmen. Doch die dauerte mitsamt der Geburt der zweiten Tochter nur ein paar Wochen, bis die Essinks die zum Verkauf stehende Stadtvilla sahen. „Wir fingen an, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um diese wunderschöne Villa zu erwerben und sie in ein Domizil für Genießer zu verwandeln“, sagt Erik Essink im AHGZ-Gespräch. Die Verwandlung eines Wohnhauses aus dem Jahr 1923 in ein Hotel und Restaurant war eine Riesenherausforderung. Vom Geld, das sie in den vergangenen Monaten in den Kauf, in die fälligen Renovations- und Umbauarbeiten steckten, wollen die beiden erst gar nicht reden.

Dafür präsentiert sich das Friesinger – benannt nach dem verstorbenen Besitzer Bruno Friesinger – mittlerweile als stilvolles Haus mit Wohlfühlcharakter, dessen Charme – vor allem in den fünf Zimmern des Hotel garni – vollständig erhalten wurde. Wie in einer großbürgerlichen Wohnung fühlt sich der Gast, betritt er den Flur im ersten Stock. Die Holzdielen blieben bei den Umbauarbeiten genauso erhalten wie die Stuckdecken und Doppelfenster in den Zimmern. Zwar standen Architekten beratend zur Seite, die Essinks steckten aber viele eigene Ideen ins Boutique-Hotel. „Die Gäste sollen sich wohl fühlen, eher wie im eigenen Wohnzimmer“, fügt Gattin Dominique hinzu. „Weil wir gerade fünf Zimmer haben, reicht es uns aus, wenn zwei davon belegt sind“, sagt Essink, der das Garni-Hotel ganzjährig geöffnet haben will. In der Bodenseeregion ist dies eher selten.

Im Erdgeschoß empfängt das bewusst modern eingerichtete kleine Restaurant Meersalz die Gäste. Durch Glasfenster schauen sie in die Küche. Statt früher mit einer fünfköpfigen Brigade, arbeitet Essink dort lediglich mit einem weiteren Koch, das reiche völlig aus. Der Name Meersalz ist Programm: „Damit verbinden wir die mediterrane Leichtigkeit, die frische Aromenküche“, sagt der Patron, der nur damit kocht. Meersalz verfälsche nichts, es unterstütze vielmehr die Qualität und den Geschmack der Gerichte. Und frisch muss alles sein und möglichst aus der Region. Der Patron macht da keine Kompromisse. Auch die ständig wechselnde und auf einem Holzbrettchen präsentierte Speisekarte unterstreicht den Anspruch an Frische und Saisonalität. Sie enthält zwölf Posten zur Auswahl. Hinzu kommt ein Menü.

Gute Zahlen machen Mut

„Ein Stückweit sind wir schon irgendwie wahnsinnig“, sagt Dominique Essink mit Blick auf das von der heimischen Sparkasse finanzierte Objekt. Nach acht Jahre erfolgreichem Wirtschaften sei die Finanzierung kein Problem gewesen. Die Verwandlung eines Wohnhauses in ein Hotel war die größte Herausforderung. Mit dem Einzug der ersten Handwerker Mitte Mai standen sie knapp sechs Monate lang jeden Tag selbst auf der Baustelle.

Dennoch sind sich die beiden Vollblutgastronomen einig: „Wir lieben unser Friesinger einfach, es ist jetzt das eigene kleine Hotel und Restaurant.“ Und schon in der ersten Woche könne man „tolle Zahlen“ vorlegen. Vor allem aber falle jetzt die Wetterunsicherheit und die Abhängigkeit von der Saison weg.

Bild- und Textmaterial zur Verfügung gestellt von der AHGZ
Autor: Gerhard Herr

Die hotline hotelsoftware gmbh gratuliert Familie Essink zur Eröffnung, bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und wünscht viel Erfolg.